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Für Neugierige
 

Das Bienenvolk und seine Glieder

Die Bienen gehören zu den sozialen Lebewesen. Das heißt, sie leben zusammen und dienen einander. Sie bilden im Bienenvolk eine große Familie. Familie ist auch der biologisch treffende Ausdruck, denn alle Glieder eines Bienenvolkes sind Kinder einer einzigen Mutter, der Königin. Da die Töchter nicht fruchtbar sind, bleiben sie an die Gemeinschaft gebunden. Die faulen Söhne können noch weniger ohne diese leben. Einen Vater gibt es in diese Familie nicht.

 
 
 

Die drei Bienenwesen und deren Aufgaben

 
 
 
 


Die Bienen treten nicht einfach als Männchen oder Weibchen im Bienenvolk auf, sondern es gibt drei verschiedene Erscheinungsformen. Zwei davon sind weiblicher Natur. Man spricht von den beiden weiblichen Bienenkasten. Die eine unfruchtbare Kaste wird durch die Arbeitsbiene repräsentiert, welchen den bei weitem größten Teil des Volkes ausmachen. Die andere Kaste ist unter normalen Umständen nur in einem einzigen Tier, der Königin vertreten, die allein für die Erzeugung der Nachkommenschaft sorgt. Das dritte Bienewesen ist männlichen Geschlechts. Es sind die Drohnen, welche nur vorübergehend und in begrenzter Anzahl im Bienenvolk auftreten.

 
 
 
 


Die Arbeitsbiene
ist für die meisten Menschen das Sinnbild von Honig. Wir sehen die Bienen an sonnigen Tagen emsig von Blüte zu Blüte fliegen. Doch ist  Nektar sammeln nicht ihre einzige Aufgabe. Je nach Lebensalter kümmern sich die Bienen um die Jungbrut, füttern und pflegen diese, halten den Bienenstock sauber. Mit zunehmenden Alter welchseln sie in den Wabenbaudienst. Sie produzieren Wachs und konstruieren und reparieren die filigranen sechseckigen Waben, und zwar so, dass jede Zelle genauso groß ist wie die rechts oder links daneben. Als nächstes werden die Arbeitsbienen zu Wächtern befördert. Sie halten sich den ganzen Tag am Flugloch auf und kontrollieren jede anfliegende Biene und erkennen an deren Geruch, ob sie zum Volk gehört oder sich doch verflogen hat. Erst nachdem sie diese Karierestufen durchlaufen haben, wechseln sie in den Außendienst. Sie verlassen jeden Tag mehrmals den Bienenstock, vorausgesetzt das Flugwetter herrscht, und tragen neben Nektar auch Pollen als Eiweißquelle, Wasser zum kühlen des Stocks und Kittharz zum verfugen von Ritzen und Lücken ein. All diese Aufgaben erledigen die Arbeitsbienen in ihrem kurzen Leben, welches in den Sommermonaten nur 4 bis 6 Wochen beträgt. Ist dann eines Tages der Zeitpunkt des "Gehens" gekommen, befindet sich die Biene meißtens auf dem Sammelflug, also außerhalb des Bienenstocks. Das verhindert ein stapeln von toten Tieren und damit verbundenen Krankheitsübertragungen.

 
 
 
 


Die Königin
ist als einziges Tier im Stock in der Lage Eier zu legen, aus welchen Arbeiterinnen schlüpfen. Dazu fliegt sie bei schönem Wetter ca. 3 Wochen nach ihrem Schlupf mehrmal zur Paarung aus.
Sie fliegt bestimmte Stellen in der Luft an, die über mehrere Jahre gleich bleiben, um dort mit den Drohnen ein Paarungsritual durchzuführen. Dazu fliegt die Königin in Kreisen immer höher, gefolgt von den paarungswilligen Drohnen. Sie fliegt so hoch bis nur noch ein Drohn übrig ist. Von diesem lässt sie sich begatten. Für den Drohn bedeutet das den Tot. Die Geschlechtsorgane werden aus seinem Hinterleib gerissen und er fällt zu Boden. Dieses Ritual führt die Königin bis zu 10 mal durch, um aussreichend Erbgut zu sammeln. Dann fliegt sie zum Bienenstock zurück und verlässt diesem im besten Fall für ihr restliches Leben, was bis zu 5 Jahre betragen kann, nicht mehr.
Zwei Wochen nach der Paarung haben sich die Eierstöcke der Königin so weit entwickelt, dass sie in die Eiablage gehen kann.

 
 
Drohn - männliche Biene
 
 


Hat sie sich eine Wachszelle ausgesucht, in der sie ein Ei legen möchte, krabbelt sie Kopf vorran hinein, um sich zu vergewissern, ob diese frei ist. Dann krabbelt sie wieder hinaus , dreht sich und senkt ihren Hinterleib bis zum Boden der Zelle. Dort legt die Königin ein winziges, aufrecht stehendes Ei, auch Stift genannt. Arbeiterinnen werden aus befruchteten Stiften gezogen, Drohnen aus unbefruchteten.
Doch woher weiß die Königin, ob sie ein Drohn oder eine Arbeiterin legen soll? Das erkennt sie an der Größe der Zelle. Die Zellen der Drohnen sind rund 1,1mm größer im Durchmesser als die der Arbeiterinnen. Das bedeutet, dass eigentlich die Arbeiterinnen, die die Zellen anlegen und die aus den Stiften geschlüpften Larven (auch Maden) pflegen, entscheiden, ob und wann Drohnen im Volk heranwachsen sollen. Die Königinnen haben im diesem Sinne keine wirkliche Herrschaftsrolle, sondern dienen eher dem Bienenvolk.



 
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