Honig - Was ist das? - Stadtimkerei May&Voß - Hauptstadthonig

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Honig - Was ist das?

Für Neugierige
 
 

Wenn man aufmerksam durch die Straßen Berlins schlendert, sieht man je nach Jahreszeit auf den unzähligen Grünflächen  Blüten  in unterschiedlicher Form, mal stark duftend oder in auffällig knalligen Farben stehen. Was für uns einen  prächtigen Anblick darstellt, ist für die Natur eine überlebenswichtige Fortpflanzungsstrategie. Denn wer mal genauer hinschaut, wird erkennen, dass es in und um die Blüten herum nur so von Insekten wimmelt, ganz vorne dran – unsere Stadtbiene.

 
 
 
 


Die Blüten tun alles um die Biene in ihren Dienst zu nehmen. Sie brauchen sie zur Bestäubung, um Pollen von einer Blüte zur anderen zu tragen. Ohne diese Bestäubung wäre die Frucht- und Samenbildung bei 80% unserer heimischen Pflanzen nicht ausreichend, um im nächsten Jahr ausreichend Nachkommen, bzw. Ableger zu schaffen.
Aus diesem Grund sondern die Blüten aus Drüsen einen süßen Saft aus, den Nektar,  von welchen sich unzählige Insekten ernähren. Der Nektar hat keinen anderen Zweck, als diese Insekten, besonders die Honigbiene, anzulocken. Mit abstrakten Formen und Düften locken die Blüten die Bienen an. Aber auch die Farben dienen zu diesem Zweck. Doch die Bienen nehmen diese nicht so wahr wie wir Menschen, sondern sehen durch das UV-Lichtspektrum ihrer Facettenaugen regelrecht Landkarten und Markierungen um auf schnellsten Wege an den Nektar der Blüte zu gelangen. Dabei bleibt an ihren Härchen Blütenstaub hängen, den die Bienen auf diese Weise von Blüte zu Blüte tragen.

 
 
 
 
 

Doch Nektar ist noch kein Honig. Dieser entsteht erst durch die Arbeit der Bienen. Zu Hause angekommen, übergibt die Sammelbiene einer Stockbiene den Nektar. Diese gibt ihn sogleich an eine andere weiter. Dieser Vorgang wiederholt sich viele Male. Dabei wird der Nektar eingedickt und mit Enzymen und  Fermenten angereichert. Doch auch nach der Einlagerung in der Wabe verändert sich der Honig stetig. Durch die Wärme im Bienenstock verdunstet das Wasser und der Honig reift weiter heran bis er vom Imker geerntet und in Gläser abgefüllt wird.

Doch nicht jeder Honig ist gleich. Durch die unterschiedlichen Blüten, die zu unterschiedlichen Jahreszeiten vorkommen entstehen die verschiedensten Honigsorten. Sogar bei Völkern die direkt nebeneinander stehen. Da reicht die Farbpalette von klar und fast farblos wie Wasser, über weiß und gelb, bernsteinfarben und grünbraun bis schwarz. Dabei gilt, dass Blütenhonige gelblich und meist nach der Herkunftspflanze riechen wie Fenchel. Da aber die Stadtbienen in Berlin durchgehend Nektar von unterschiedlichen Blüten in den unzähligen Parks und Gärten finden, sind Berliner Honige meist Mischhonige, die von einer dominanteren Blüte geprägt sind, wie Akazie oder Linde.

 
 
 
 


Um zu verstehen wie viel Arbeit in einem Glas Honig steckt, sollte man sich folgende Zahlen vor Augen führen:
Eine Biene fliegt pro Ausflug, je nach Ergiebigkeit der Pflanze 50 und mehr Blüten an. Dann erst ist ihre Honigblase voll und sie fliegt zum Stock zurück. Um 1g Nektar zu sammeln, braucht man 20 volle Honigblasen. Das entspricht also den Besuch von 20x50=1000 Blüten. Jedoch entsteht aus 1g Nektar nach Entziehung des Wassers nur 1/3g Honig. Also sind für 1g Honig 3x1000=3000 Blütenbesuche notwendig. Wenn man diese Zahl auf ein 450g-Glas von unserem HauptstadtHonig rechnet, ergibt sich, dass die Stadtbienen 1.35 Millionen Blüten angeflogen sind um den Honig zu produzieren.

Und vielleicht genießt jetzt der eine oder andere mit diesem Wissen Honig auf eine völlig neue Weise.

Quelle: Karl Weiß - Der Wochenendimker


 
 
 
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